Foto-Tipp: Gegenlicht

Bei vielen Gelegenheiten werdet ihr hören: Fotografiere nie gegen das Licht, sondern so, dass die Sonne dir im Rücken steht. Ich habe es bei meinem ersten Workshop so gelernt und auch in vielen Texten im Internet gelesen.

Doch recht schnell habe ich entdeckt, wie wunderschön Fotos werden, wenn das zu fotografierende Objekt von hinten angestrahlt wird, also Fotos, die mit Gegenlicht entstehen. Deshalb heute mein 2. Foto-Tipp für euch: Nutzt Gegenlicht! 🙂

Ich liebe es, wenn die Sonne Mensch oder Tier von hinten anstrahlt – das Fell bzw. die Haare leuchten dann sehr schön.

Probiert ein wenig aus, ändert die Zeiteinstellung und die Blende und findet heraus, was euch besonders gut gefällt.

Euer Model muss dabei nicht unbedingt formatfüllend fotografiert werden, auch wenn man die Umgebung mit einbezieht, entstehen bei Gegenlicht schöne Fotos.

Ein Problem gibt es allerdings, wenn das Tier / der Mensch, den man fotografiert, von hinten angestrahlt wird – es bzw. er wird nicht von vorne angeleuchtet, sodass es/er recht dunkel wirken kann. Man könnte diesem Problem mit einem Blitz begegnen – da ich aber fast nur mit natürlichem Licht arbeite, fällt diese Möglichkeit für mich aus (mir gefallen Fotos mit natürlichem Licht deutlich besser). Eine weitere Möglichkeit ist es, einen Reflektor zu verwenden, der das Licht der Sonne auf das Objekt zurückwirft, sodass Mensch / Tier auch von vorne angestrahlt werden. Wenn man allerdings, wie ich, meist keinen Helfer dabei hat, geht das auch nicht. Dann gibt es noch zwei Möglichkeiten, wie man mit dem Gegenlicht umgehen kann.

Für die erste Möglichkeit fotografiert man am Besten früh morgens oder spät abends – wenn die Sonne auf- bzw. untergeht. Wobei man (gerade bei Gegenlichtfotos) ohnehin besser die Mittagsstunden auslässt. Mehr zum Stand der Sonne in einem der nächsten Blogposts.

Wenn man früh oder spät fotografiert, kann man mit den richtigen Einstellungen (kurze Belichtungszeit, ev. Blende recht weit schließen) bewirken, dass derjenige, den man fotografiert, sehr dunkel wird bzw. sogar nur als Silhouette zu erkennen ist. Das wirkt mit den Farben, die durch Sonnenaufgang oder -untergang entstehen, sehr schön.

Die zweite Möglichkeit könnt ihr nicht vor Ort beim Shooting verwirklichen, sondern erst Zuhause am PC: Hellt die Person / das Tier (vor allem die Augen sind wichtig) mit Photoshop oder anderen Programmen auf!

Auch bei Landschaftsaufnahmen wirken Gegenlichtaufnahmen toll, vor allem bei Sonnenauf- bzw. -untergang.

Dasselbe gilt bei Naturfotos, da gerade Pflanzen im Gegenlicht herrlich leuchten.

Auch bei Aufnahmen im Studio bzw. beispielsweise von Terrarientieren kann man Licht von hinten bzw. seitlich für eine besondere Stimmung im Bild nutzen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Fotografieren mit Gegenlicht! 🙂

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